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9. und 10. Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem Nürburgring (Sie sind hier: Sponsoring / Florian Gruber / Archiv 2006/ 9. und 10. Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem Nürburgring)

9. und 10. Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem Nürburgring

Aham, den 20.08.2006



FLORIAN GRUBER RACING AKTUELL SEAT Leon Supercopa 2006

9. und 10. Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem Nürburgring:

 

Florian Gruber in der „grünen Hölle“ gejagt und abgeschossen



Aham (gb). Der Abstecher zum 5. Meisterschaftslauf des SEAT Leon Supercopa 2006 in die „grüne Hölle“ des Nürburgrings wurde für den Ahamer Tourenwagenpilot Florian Gruber zu einem wahrlich höllischen Erlebnis: Dem Aus durch einen Rennunfall in Runde zwei von Wertungslauf 1 am Samstag folgte am Sonntag bei Wertungslauf 2 ein Parforceritt vom Ende des Feldes auf Rang vier. Trotz dieser Galavorstellung und der Schadensbegrenzung durch die eingefahrenen 12 Meisterschaftspunkte haben Grubers Träume vom Gewinn der Meisterschaft einen herben Rückschlag erlitten.
 
Dass ihm sein härtester Konkurrent, Rene Rast vom Team GAG Racing, die in Nürnberg abgenommene Tabellenführung in der Eifel seinerseits wieder abjagen wollte, war Gruber von vorne herein klar. Allerdings zeigte sich schon im freien Training am Freitag, dass der Nürburgring nicht umsonst zu Grubers Lieblingsstrecken zählt und er mit dem Kurs ganz hervorragend zurecht kommt: Platz vier und damit drei Plätze vor Verfolger Rene Rast gaben für das Qualifikationstraining am Samstagmorgen Anlass zu Optimismus. Dieser sollte sich auch als berechtigt erweisen, denn Rang zwei hinter dem in dieser Saison extrem schnellen Schweizer Fredy Barth (TLM Team Lauderbach) waren eine exzellente Ausgangsposition für Wertungslauf 1 am Samstagnachmittag.
 
„Abgeschossen“ in Runde 2 von Rennen 1
 
Trockene Piste, Startplatz zwei, Verfolger Rast nur auf Position sieben – Florian Gruber ging mit großen Erwartungen in den Meisterschaftslauf am Samstagnachmittag. Mit einem brillanten Start spurtete er sofort an Pole-Setter Barth vorbei an die Spitze. Dieser konnte allerdings nach einem leichten Verbremser Grubers in der ersten Kurve nach Start und Ziel ebenso konterte wie Christian Hohenadel (Team LogiPlus powered by Konrad Motorsport). Mit Gruber auf Rang drei ging das Führungstrio in die zweite Runde. Und wieder war es die Spitzkehre in der Mercedes-Arena, die für Gruber schicksalhaft werden sollte. Bei einem harten Rad-an-Rad Duell der beiden Verfolger Thomas Marschall und Rene Rast gab Rast Grubers Teamkollegen Marschall einen wenig freundschaftlichen Rempler in die Breitseite. Gruber, der die Aktion im Rückspiegel verfolgt hatte und vorsorglich schon an den äußersten linken Pistenrand ausgewichen war, wurde durch den herantrudelnden Kollegen Marschall im Bereich des rechten Vorderrades getroffen. Die Vorderradaufhängung an Grubers „Rennlöwen“ quittierte daraufhin den Dienst und damit war der Traum vom Ausbau der Tabellenführung sehr schnell ausgeträumt. Von nun an konnte Florian Gruber, der als Tabellenführer buchstäblich abgeschossen worden war, das Rennen nur noch interessiert vom Streckenrand aus beobachten. Sieger nach 17 Runden wurde Christian Hohenadel vor Fredy Barth und Rene Rast, der sich mit weiteren 14 Meisterschaftspunkten eine persönlich fette Beute sicherte. Zwar belegten die Rennkommissare Rast für seine „Bodycheck“ mit einer Verwarnung, doch die Punkte durfte er behalten. 
 
Das Feld von hinten aufgerollt
 
Zum 2. Lauf des Wochenendes, der am Sonntagmorgen bei trockenen Bedingungen in Angriff genommen wurde, startete Florian Gruber nach seinem unfreiwilligen Ausscheiden am Vortag von der letzten Position aus. Damit waren die Aussichten auf einen Spitzenplatz eigentlich so gut wie nichtig. Allerdings nur eigentlich, denn in der Praxis lieferte Florian Gruber ein Paradebeispiel seines motorsportlichen Talentes ab. Während sich das Feld vor ihm zum Teil in haarsträubenden Aktionen herumschubste wie in einem Autoskooter, hielt sich Gruber geschickt aus allen unnötigen Aktionen heraus und rollte das Feld von hinten auf. Souverän wie ein Champion umrundete er den Nürburgring und schnappte sich einen Gegner nach dem anderen. Nach 12 von 17 Rennrunden hatte er sich bereits auf den vierten Rang nach vorne gearbeitet. Gerne hätte er auch noch in die Entscheidung an der Spitze eingegriffen, wo sich Rene Rast und Fredy Barth wie am Vortag heftige Duelle lieferten. Doch das verhinderten, wie schon in Nürnberg, erneut technische Probleme mit dem zwischenzeitlich ausgetauschten Getriebe. So wurde Gruber nach 17 Runden auf dem vierten Rang gewertet. Sieger wurde Rene Rast vor Mikko Heino und Sebastian Asch. In der Meisterschaft führt nun wieder Rene Rast mit 130 Punkten vor Florian Gruber (111) und Fredy Barth (104). „Bei drei noch ausstehenden Rennen wird es verdammt schwierig, das Ding noch zu drehen. Aber ich werde bis zum letzten Kilometer alles versuchen“, gab sich Gruber nach dem Auftritt in der Eifel kämpferisch.
 

 

 

 

 

 

 



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