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17. und 18. Lauf zum RECARO Formel 3 Cup
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17. & 18. Lauf zum RECARO Formel 3 Cup Oschersleben, 08. – 10.10.2004 Timo Lienemann kehrt als Vize – Meister aus der Magdeburger Börde zurück
Mit 24 Zählern Vorsprung auf seinen Verfolger Kolmsee ging der 19-jährige Schorndorfer in das Rennwochenende, das zunächst mit Bestzeiten im freien Training am Freitag begann. In den beiden anschließenden Zeittrainings erhielt er dann bereits den ersten Dämpfer. Der drittplazierte Belgier Heylen erstritt sich mit nur 0,002 Sekunden Vorsprung auf Kolmsee die Pole-Position, während Lienemann sich mit dem vierten Startplatz begnügen musste. Im nächsten Umlauf konnte Kolmsee sich für das Sonntagsrennen die Pole sichern, Lienemann erreichte nur den sechsten Startplatz.
Nach eingehender Untersuchung des Motors musste das Schweizer Team von Jo Zeller Racing , von dem Lienemann betreut wird, feststellen, dass der Zylinderkopf einen Haarriss aufwies und somit nicht über die volle Leistung verfügte.
Kolmsee erwischte einen guten Start und führte das Feld an. Lienemann, dessen Motor über Nacht gewechselt worden war, fuhr zunächst auf Platz 5, nachdem er in der zweiten Runde vom Iren Micheal Devaney überholt wurde. In der vierten Runde drehte sich der, bis zu diesem Zeitpunkt auf der zweiten Position liegende Heylen nach einem Fahrfehler und musste sich hinter Lienemann einreihen. Timo Lienemann setzte nunmehr in den nächsten Runden den vor ihm fahrenden Devaney unter Druck und wagte in der letzten Kurvenkombination den finalen Angriff. Die beiden Kontrahenten berührten sich kurz, Devaney bezahlte mit einem Dreher und Lienemann überquerte als Dritter die Ziellinie. Der Rennverlauf wurde danach aber aufgrund eines Protestes des belgischen JB-Teams von Devaney, der auch Teamkollege von Heylen ist, von den Rennkommissaren korrigiert, so dass Lienemann nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt wurde und somit als Vierter gewertet wurde.
Besonders ärgerlich war dieser Umstand für Lienemann, da beim 15. Lauf auf dem Lausitzring eben jener Heylen ihn, in einer ähnlichen Situation in Führung liegend, nach einem Schlussangriff umgedreht hatte, der Missetäter zunächst mit einer Zeitstrafe belegt worden war, die Rennkommissare diese Strafe zurücknahmen und somit Lienemann damals den Sieg absprachen.
Mit nur mehr 11 Zählern Vorsprung auf Kolmsee startete Lienemann vom sechsten Startplatz in das Rennen am Sonntag und wusste somit, dass er im Falle eines Siegs von Kolmsee mindestens auf dem vierten Rang das Rennen beenden müsste, um schlussendlich mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft für sich entscheiden zu können.
Gut aufgelegt führte Kolmsee von Beginn an das Feld an, Lienemann verbesserte sich direkt am Start um eine Position, die er bis zur 13. Runde hielt und sich, nachdem er nach einem kleinen Fahrfehler die Ideallinie verlassen hatte, von der Strecke drehte und in einem Reifenstapel einschlug. Mit einem Nullpunkte-Ergebnis im letzten Lauf verlor er somit auf den letzten Metern die Meisterschaft und musste sich mit dem Vize-Meistertitel begnügen. Eine Ironie des Schicksals war dann noch, dass der vor ihm fahrende Heylen sich wenig später auch von der Piste drehte und Timo Lienemann somit die Chance auf den für ihn notwendigen vierten Platz gehabt hätte.
Trotz dieser Wermutstropfen kann sich der 19-jährige Lienemann, der heuer seine erste Formel 3 Saison absolviert hat, voller Stolz aufgrund der, während der ganzen Saison gezeigten, äußerst beständigen Leistung mit 208 Punkten und gerade mal 9 Punkten Rückstand auf den Gewinner der Meisterschaft, als Vize-Meister 2004 im RECARO Formel3 Cup präsentieren.
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