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Aham, den 11.06.2007

VW-Junioren triumphieren am Nürburgring:

Florian Gruber holt den Klassensieg bei 24h-Rennen

Aham (gb). Einen Sensationserfolg feierten Florian Gruber und das VW-Juniorteam am Wochenende beim 35. ADAC Zürich 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Mit dem von VW Motorsport eingesetzten 'R-Line' Golf V holten Florian Gruber, Réné Rast (Steyerberg), Jimmy Johansson (Schweden) und Dieter Depping (Wedemark) den hervorragenden achten Gesamtrang.

Der achte Rang bedeutete für die Rennjunioren gleichzeitig den Sieg in der Klasse SP3T für Fahrzeuge mit Zweiliter-Turbomotoren. Überdies war der 300 PS starke Golf der bestplatzierte Fronttriebler im 220 Wagen umfassenden Starterfeld. Sieger in dem wohl turbulentesten 24-Stunden-Rennen der vergangenen Jahre waren erneut die Mannen vom Team Manthey Racing: Die Vorjahressieger auf dem Nürburgring mit Timo Bernhard / Marc Lieb / Romain Dumas / Marcel Tiemann (Dittweiler / Ludwigsburg / Basel / Monaco) verwiesen mit ihrem Porsche 911 GT3 RSR nach 112 Runden die  Dodge Viper des Zakspeed-Teams sowie die Porsche-Piloten von Land Motorsport auf die Plätze zwei und drei.

Erfolgreiches „Golfen am Ring“

'Das ist ein sensationeller Erfolg. Der Golf lief wie ein Uhrwerk. Wir haben nur getankt, Reifen und Bremsbeläge gewechselt - mehr nicht. Alle Fahrer und das gesamte Team haben eine perfekte Leistung gezeigt, die Vorstellung unserer Junioren hat mich besonders beeindruckt', fasste Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen zufrieden zusammen. Auch Dr. Ulrich Hackenberg, Mitglied des Volkswagen Markenvorstandes für den Geschäftsbereich Entwicklung und im Schwesterauto mit der Startnummer 101 unterwegs, sprach von einer „Super-Teamleistung'.  Kein Wunder, verzeichneten die beiden silbernen Golf im 'R-Line'-Look der Volkswagen Individual GmbH nach vier Rennstunden sogar für einige Zeit die Doppelführung in der Klasse für Fahrzeuge mit Zweiliter-Turbomotoren. Im Ziel reichte es für Dr. Hackenberg, der sich am Lenkrad unter anderem mit Bernd Ostmann, dem Chefradakteur der Fachzeitschrift auto, motor und sport, abwechselte, zum siebten Rang in der Klasse SP3T.

Wasser, Schlamm und 200.000 Zuschauer

Rund 200.000 Zuschauer waren am Wochenende in die „Grüne Hölle„ gepilgert und erlebten ein hochkarätiges 24-Stunden-Rennen auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und legendärer Nordschleife. Allerdings wurde ihnen auch ein echter „Eifelklassiker“ geboten, denn die Wetterkapriolen waren nicht nur für die Fans, sondern vor allem für die 220 startenden Teams eine wahre Herausforderung. Zunächst wurde wegen eines Gewitters mit sintflutartigem Regen am Samstagnachmittag der Start um knapp zwei Stunden auf 17:00 Uhr verschoben, schließlich wurde das Rennen um 03:54 Uhr am Sonntagmorgen wegen Nebels mit Sichtweiten unter 30 Meter für rund fünfeinhalb Stunden unterbrochen. Einige Abschnitte der legendären Nordschleife standen zu diesem Zeitpunkt komplett unter Wasser, mancherorts war sogar Schlamm auf die Strecke gespült worden. Das Junioren-Team von Volkswagen hatte sich bis dahin schon auf den neunten Rang vorgearbeitet und nutzte die unfreiwillige Pause zu Servicearbeiten am Golf.

101 Runden Zuverlässigkeit

„So wie es sich für einen VW gehört, ist unser Golf gelaufen, gelaufen und gelaufen. Wir haben nur getankt, Reifen gewechselt und nach den Bremsbelägen geschaut“, begeisterte sich Florian Gruber nach dem Fallen der Zielflagge am Sonntagnachmittag um 16:51 Uhr. In der Tat spulte der im Gesamtklassement achtplatzierte und in der Klasse siegreiche Golf mit der Startnummer 111 ohne einen einzigen technisch bedingten außerplanmäßigen Boxenstopp insgesamt 101 Runden auf der Material mordenden Nordschleife ab. Dazu waren die Youngster unerschrocken und flott unterwegs: Nach genau 18:00:19,874 Stunden hatten Gruber und Co trotz Nebel, Regen, dichtem Ringverkehr und Boxenstopps eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 142,355 Stundenkilometern auf den Asphalt gebrannt. 'Das war wirklich wie ein Traum: Auto, Team, Strecke, Atmosphäre - alles war fantastisch. Ich würde am liebsten gleich das nächste 24-Stunden-Rennen fahren', sprudelte es aus Jimmy Johansson, dem amtierenden Champion im ADAC Volkswagen Polo Cup, nach seiner Premiere beim 24h-Klassiker in der Eifel. 'Da war alles drin, eine unglaubliche Erfahrung und ein wahnsinniger Erfolg', freute sich auch René Rast, der Polo-Cup-Meister von 2005. 'Ich bin rundherum zufrieden, das Auto war bis zur letzten Runde einfach klasse. Danke an Volkswagen für dieses Erlebnis', ergänzte Florian Gruber. Der mehrmalige Deutsche Rallye Meister Dieter Depping, der das Junioren-Team verstärkte, fasste zusammen: 'Alles war von Anfang bis Ende perfekt vorbereitet - besser geht es einfach nicht.'

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