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13. und 14. Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2006 (Sie sind hier: Sponsoring / Florian Gruber / Archiv 2006/ 13. und 14. Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2006)

Florian Gruber Racing - Aktuell SEAT Leon Supercopa 2006

Aham, den 16.10.2006





Entscheidung im SEAT Leon Supercopa vertagt:    

Florian Gruber holt in Le Mans einen Podestplatz  
Aham (gb). Eine Berg- und Talfahrt auf der Piste und im Gefühlsleben erlebte Florian Gruber am Wochenende bei den Wertungsläufen 13 und 14 im SEAT Leon Supercopa auf dem Circuit Bugatti in der französischen Motorsportmetropole Le Mans. Nach einem frustrierenden siebten Rang im Samstagsrennen und einem erneuten Sieg von Tabellenführer Rene Rast endete Grubers „Dienstreise“ am Sonntagmorgen versöhnlich: Mit dem dritten Rang hinter Christian Hohenadel und dem Finnen Mikko Heino verteidigte Gruber seinen zweiten Gesamtrang. Damit hat auch vor dem Finale in Hockenheim noch gute Aussichten auf den Gesamtsieg im SEAT Leon Supercopa 2006.



Etwa 30 Meter Höhendifferenz liegen in Le Mans zwischen der Kuppe unter dem berühmten „Dunlop-Bogen“ und der Startlinie, „drunten im Tal“. Eine Differenz, die auch das Wechselbad der Gefühle, das Florian Gruber am Wochenende in Le Mans durchleben musste, gut charakterisiert. Der Zweite in der Gesamtwertung war mit dem Ziel an die Sarthe gereist, den Punkterückstand auf Tabellenführer Rene Rast weiter zu verkürzen. Doch schon im freien Training am Freitagmittag deutete sich an, dass sich die Fahrzeugabstimmung für das Kurvengeschlängel in Le Mans schwieriger als erwartet gestalten würde. Auf der Jagd nach einer halbwegs schnellen Rundenzeit musste Gruber alles aus sich un dem SEAT von SEAT Partner Klaus Schneider, Landshut-Altdorf und Berglern b. Erding heraus holen. Dabei musste er ans Limit gehen und fand sich Prompt in der ultraschnellen Rechtskurve nach Start und Ziel im Kiesbett wieder.  
 

Rückschlag trotz Nachtschichten 
Um im Qualifying am Samstagmorgen kein Debakel zu erleben, hatten die Mechaniker des Teams Fischer Racing Paderborn sowohl am Auto von Florian Gruber als auch an den „Rennlöwen“ der Teamkollegen Thomas Marschall und Peter Scharmach in einer aufreibenden Nachtschicht umfangreiche Fahrwerksmodifikationen vorgenommen. Allein – es half nichts. Nach einem hoffnungsvollen Qualifikationsauftakt rutschte Florian Gruber bis auf Rang elf zurück. Als er fünf Minuten vor Ende der Session mit der „Methode Bleifuss“ auf eine Ergebnisverbesserung drängte, landete er wie am Vortag wieder im Kiesbett von Kurve 1. Damit blieb es bei Startplatz elf. Aber auch die Kollegen Marschall und Scharmach machten als 15. und 16. der Startaufstellung keine zufriedenen Gesichter. 







„Waterloo“ in Wertungslauf 13 
Daran hatte sich auch nach dem samstäglichen Wertungslauf, bezeichnender Weise dem 13. der Saison, wenig geändert. Florian Gruber konnte mit Rang sieben ebenso wenig zufrieden sein wie der amtierende Champion Thomas Marschall auf Rang neun und Peter Scharmach auf zehn. Sieger wurde Rene Rast vor Freddy Barth und Damian Sawicki. Während Gruber mit dem Podestplatz von Sawicki noch gut leben konnte, bedeuteten nach den Worten von Vater und Manager Sepp Gruber für den Filius die Podiumsplätze der beiden anderen Kontrahenten das pure Waterloo. „Jetzt haben wir ein ernsthaftes Problem“, konstatierte der Senior, während Florian Gruber sich mit den Mechanikern und Ingenieuren zur Besprechung in den Renntruck zurückgezogen hatte. „Pro Runde verlieren wir eine Sekunde auf Rast und wissen nicht, wo wir ansetzen sollen“, gaben Gruber und Marschall nach der Besprechung frustriert zu Protokoll.  



Auf sich sitzen lassen wollten aber weder Gruber noch das Team Fischer Racing diese Schmach. Während Florian Gruber zusammen mit den DTM-Profis von AUDI am Samstagabend noch über eine Stunde lang Videoaufzeichnungen von den „Problemzonen“ des Circuit Bugatti analysierte, änderten die Rennmechaniker unter Aufsicht eines befreundeten AUDI Renningenieurs in einer weiteren Nachtschicht erneut das Setup an Grubers Rennboliden. 
 

Frühstart am Sonntagmorgen 
Es war noch nicht richtig hell in Le Mans und mit 12 Grad Außentemperatur zudem ziemlich frisch, als die „Löwendompteure“ am Sonntagmorgen um 08:30 Uhr zu Wertungslauf 14 antraten. Nachdem die ersten acht in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufes vom Vortag an den Start gingen, konnte Florian Gruber das Rennen von Startplatz zwei aus in Angriff nehmen. Das war gut so, denn im Mittelfeld kam es schon nach wenigen Sekunden zu einem übel aussehenden Startunfall, bei dem gleich vier Fahrzeuge arg ramponiert wurden. Die Piloten hatten aber allesamt Glück im Unglück und blieben unverletzt. Nachdem ausgelaufenes Öl und herumliegende Fahrzeugteile die Startgerade unpassierbar gemacht hatten, mussten die verbliebenen Teilnehmer fünf Runden hinter dem Safety Car und durch die Boxengasse fahren. Erst dann konnte das Rennen mit einem fliegenden Start erneut frei gegeben werden. Und das sollte ein Rennen nach dem Geschmack der Zuschauer und auch dem von Florian Gruber werden. Von Beginn an der noch verbleibenden 16 Rennrunden lieferte er sich ein sensationelles Duell mit Freddy Barth um Rang drei. Rundenlang flogen die beiden im Zentimeterabstand über den Kurs und begeisterten die zahlreichen „Frühaufsteher“ auf den Zuschauerrängen mit Motorsport der Extraklasse. Hinter Christian Hohenadel und Mikko Heino sicherte sich Florian Gruber am Ende mit knappem Vorsprung Rang drei, vor seinen beiden schärfsten Rivalen Barth und Rast. „Jetzt sind die Karten nochmals neu gemischt und Rast hat für das Finale in Hockenheim nicht mehr alle Trümpfe alleine in der Hand“, sagte ein Freude strahlender Florian Gruber nach dem Rennen. Zwar ist der Vorsprung von Rene Rast mit 13 Punkten recht komfortabel, aber Gruber (164 Punkte) und Barth (163) sind für das Finale am übernächsten Wochenende schon jetzt höchst motiviert. 

 

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